Mentorinnenprogramm

Das Frauen-Netzwerk der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik an der Universität Bamberg

Lisa Helmert: »Mädchen am Computer«
Katharina Kopp: »Mädchen am Computer«
Nadine Ehm: »Mädchen am Computer«
Andrea Bergmann: »Mädchen am Computer«
Marlene Ochs: »Mädchen am Computer«

Schülerarbeiten zum Thema »Mädchen am Computer«4

(Netzwerkaufbau, Organisation von Stammtischen etc., Öffentlichkeitsarbeit, Webbetreuung, Statistische Untersuchungen; seit Mai 2007)

Zum Wintersemester 06/07 wurde an der Universität Bamberg das Mentorinnenprogramm der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) eingeführt, welches seit Mai 2007 von mir betreut wird.1 Logo der
	      Otto-Friedrich-Universität Bamberg Das Konzept: Erstsemester-Studentinnen werden durch Frauen an der Fakultät – insbesondere Studentinnen aus höheren Semestern – betreut. Studentinnen kurz vor dem Abschluss ihres Studiums nutzen die Möglichkeit, sich von Absolventinnen der Fakultät, die bereits im Beruf stehen, beraten zu lassen. Denn der Anteil weiblicher Studierender an der Fakultät WIAI ist mit knapp 15 Prozent recht gering – nicht nur in Bamberg sondern bundesweit. Und wenig Studentinnen heißt entsprechend wenig Frauen in Führungspositionen in informatiknahen Bereichen sowie wenig Frauen in Forschung und Lehre im Bereich Informatik. Wie also lassen sich mehr Frauen für ein WIAI-Studium gewinnen, wie müssen Frauen im Studium unterstützt werden, um (oft familiär bedingte) Studienabbrüche zu verhindern und um das Studium erfolgreich zu meistern?

Alumnaetreffen 2009
Alumnaetreffen 2008
Alumnaetreffen 2007

Das Mentorinnenprogramm versteht sich in erster Linie als persönliches Netzwerk. Es möchte den Kontakt der weiblichen Studierenden untereinander festigen, will Anlaufstelle bei Fragen und Problemen sein.

Doch nicht nur im Kreise der Studentinnen versuchen wir zu vernetzen. Einmal jährlich findet im Vorfeld des Alumnitreffens der WIAI-Community das Alumnaetreffen statt, bei dem Alumnae und Studentinnen aufgerufen sind, in gemütlicher Biergartenatmosphäre zum gemeinsamen Plausch zusammenzukommen. Die Alumnae sind in diesem Kontext auch dazu aufgerufen, aus ihrer beruflichen Praxis vortragend berichten und den Studentinnen Rede und Antwort zu stehen. Der Zuspruch und die Bereitschaft, Studierende im Rahmen des Mentorings zu unterstützen, ist von Seiten der Ehemaligen erfreulich hoch.2

Desweiteren dient das Mentorinnenprogramm dazu, die weiblichen Studierenden der WIAI sichtbar zu machen:

Inzwischen hat sich eine relativ feste Gruppe von schwankend fünf bis zehn Studentinnen3, überwiegend aus den höheren Semestern, zusammengefunden. Wir treffen uns regelmäßig ca. zwei Mal im Semester. Die sogenannten Frauenstammtische finden in gemütlicher Runde bei ungezwungener Atmosphäre statt. Trotz des informellen Kontextes stehen Fragen zur und der Erfahrungsaustausch über Studienplanung, Probleme bei der Vereinbarung von Studium und Kind, Umgang mit Prüfungsstress etc. im Vordergrund der Gespräche. Die Vertreter der Universität versuchen, individuell auf Probleme einzugehen, sie nutzen das so gewonnene »Insider-Wissen« aber auch, um die universitären Strukturen möglichst zu verbessern.

Das Mentorinnenprogramm soll nicht zuletzt dazu dienen, die Gründe für Studienabbruch und Studienfachwechsel der weiblichen Studierenden der Fakultät zu ermitteln. Wir verfolgen die Karrieren weiblicher Absolventinnen und dokumentieren diese.

Fußnoten

  1. Arbeitszeugnis vom 15.5.2007, ausgestellt von der WIAI-Frauenbeauftragten Prof.Dr.Ute Schmid
  2. Bericht vom Alumnaetreffen 2009
    Bericht vom Alumnaetreffen 2008
    Bericht vom Alumnaetreffen 2007
  3. Im Sommersemester 2008 gab es 141 weibliche Studierende in der WIAI (alle Fachsemester, mitgerechnet auch Beurlaubte). Die Gesamtanzahl an Studierenden in der WIAI beträgt im SS 2008 1036.
  4. Arbeiten von Schülerinnen des Eichendorffgymnasiums Bamberg, entstanden im zweiten Schulhalbjahr 2006/2007 und mir freundlicherweise von den Schülerinnen zur Illustration des Mentorinnenprogramms und meiner Arbeit bei der WIAI-Frauenbeauftragten Prof. Dr. Ute Schmid zur Verfügung gestellt.
    Die abgebildeten Arbeiten stammen von Lisa Helmert, Katharina Kopp, Nadine Ehm, Andrea Bergmann und Marlene Ochs, welchen ich herzlich danke.